Werkstatt Freiburg · Handarbeit seit Gründung

Erste Orientierung

Das erste Stück

Drei Farben, eine Wickeltechnik, ein Schnitt. Diese Seite erklärt, worauf es bei der ersten Schürze ankommt, ohne unnötige Auswahl.

Farbe: eine Entscheidung, keine Wissenschaft

Indigo

Ein tiefes, mineralisches Blau, gefärbt in kleinen Chargen. Zeigt Gebrauchsspuren später als hellere Töne, wirkt in dunklen Küchen ruhig.

Am dunkelsten der drei Töne

Terrakotta

Warmer, erdiger Ton, angelehnt an gebrannten Ton. Setzt einen Akzent in hellen, minimalistischen Küchen ohne aufdringlich zu wirken.

Wärmster Ton der Palette

Natur

Ungefärbtes Leinen in seinem naturbelassenen Ton. Wird mit jeder Wäsche etwas heller und weicher, bleibt dabei unaufdringlich.

Verändert sich am sichtbarsten mit der Zeit
Person demonstriert die Wickeltechnik der Kreuzträger einer Leinenschürze im Spiegel
Wickeltechnik: vorne kreuzen, hinten binden

Wickeln statt Größentabelle

Statt Größen von XS bis XL gibt es einen Schnitt und eine Technik. Die Bindebänder werden über die Kreuzträger nach vorne geführt und dort verknotet oder verschlungen, je nach gewünschter Weite.

Das Ergebnis: Die Schürze sitzt enger oder lockerer, ganz ohne Nähänderung. Wer an einem Tag mehr Bewegungsfreiheit braucht, wickelt einfach lockerer.

Schritt 1
Schürze über den Kopf ziehen, Kreuzträger liegen am Rücken.
Schritt 2
Bindebänder nach vorne führen.
Schritt 3
Um die Taille kreuzen und je nach gewünschter Weite binden.
Schritt 4
Enden verknoten oder in den Bund stecken.

Eine kurze Anleitung liegt jedem Paket bei.

Passform in Zahlen und Worten

Da es sich um eine Wickeltechnik handelt, lässt sich Passform nicht in klassischen Konfektionsgrößen ausdrücken. Stattdessen beschreiben wir die Bandbreite, in der der Schnitt in der Werkstatt getestet wurde.

Taillenweite

7 von 10

Werkstatt-Einschätzung anhand von Testträgerinnen und -trägern, kein Laborwert.

Trägerlänge

8 von 10

Durch die Wickeltechnik über einen weiten Bereich anpassbar.

Für wen ist der Schnitt gedacht?

Der Ausgangspunkt war eine einfache Beobachtung: Schürzen, die sonntags getragen werden, unterscheiden sich von Schürzen, die täglich im Einsatz sind. Erstere dürfen bequem sein. Letztere müssen es sein.

Wer beruflich oder privat mehrere Stunden am Stück kocht, kennt das Problem rutschender Träger. Der Nacken wird wund, die Schürze verrutscht bei jeder Bewegung nach vorne. Der Kreuzträger-Schnitt begegnet diesem Problem konstruktiv, nicht kosmetisch.

Auch die Taschentiefe folgt diesem Gedanken. Ein Geschirrtuch, das ständig herausfällt, ist kein Zufall, sondern ein Konstruktionsfehler. Deshalb sind die Taschen hier bewusst tiefer geschnitten als bei vielen Standardmodellen.

Die Wickeltechnik erlaubt außerdem, die Schürze über verschiedene Kleidungsschichten zu tragen. Im Sommer über einem T-Shirt, im Winter über einem Pullover, ohne dass die Passform kippt.

Am Ende bleibt die Entscheidung persönlich. Manche mögen es enger gebunden, andere lockerer. Die Technik lässt beides zu, ohne dass ein zweites Modell nötig wird.

Noch Fragen zur Passform?

Wir beantworten Fragen zu Schnitt, Wickeltechnik und Farbauswahl direkt und unverbindlich.

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